18:33:00 Leony 0 Comments


Heute gibt es einen etwas privateren Einblick. Und zwar geht es um das Thema Allergien und Unverträglichkeiten. Ich bin leider mit beidem irgendwie gestraft. Meine Allergien sind vom Arzt bestätigt, schon seit vielen Jahren. Doch wie bestreite ich damit meinen Alltag? Gibt es überhaupt Einschränkungen für mich?
Bei dem Thema Unverträglichkeiten bin ich noch relativ neu. Ich lebe jetzt seit gut 1nem Jahr Laktosefrei, da ich gemerkt habe das mein Körper gegen Milchzucker und andere Milchprodukte Rebelliert. Vom Arzt bestätigt lassen habe ich es mir noch nicht, da ich dazu noch keine Kraft hatte. Auch aufgrund meiner Schwangerschaft. Doch auch das möchte ich noch einmal von einem Arzt abklären lassen mit einem Test um wirklich absolute Gewissheit zu haben. Doch auch hier möchte ich euch gerne erzählen wie ich damit so umgehe und wie meine Ernährung dadurch aussieht.

Doch fangen wir mit Allergien an. Es hat in meiner Kindheit mit einer klassischen Pollenallergie gegen bestimmte Baumarten im Frühjahr begonnen. Niesen, juckende Augen und eine verstopfte Nase waren meine täglichen Begleiter im Frühling. Alles auch soweit kein Problem. Denn dagegen gibt es Tabletten, mit denen ich trotzdem raus gehen konnte. Dann hatte ich plötzlich beim Essen von Apfel andere Symptome. Ich bekam im Hals und in den Ohren ein ziemlich penetrantes Jucken und auch meine Lippen schwollen an. Der Arzt erklärte uns dann das es so etwas wie Kreuzallergien gäbe. Das bedeutet im Endeffekt nichts anderes als das wenn jemand gegen die und die Pollen Allergisch ist, es auch passieren kann das er zum Beispiel auch bei Lebensmitteln Allergisch reagiert. Also gut. Keinen Apfel mehr. Also fing ich an mit meiner Mutter anderes Obst auszuprobieren. Die ersten 2 bis 3 mal Essen passierte meist nichts. Doch dann tauchten auch dort die genannten Symptome auf. Letztendlich heißt es für mich seit Jahren auf sämtliches Obst zu verzichten. Am Anfang fiel es mir noch recht leicht und über Jahre hat es mich einfach nicht gekümmert. Doch umso älter ich werde, umso schwerer fällt es mir. Wie gerne würde ich einfach mal einen leckeren Obstsalat im Sommer machen. Wie gerne würde ich mir für unterwegs einen Apfel klein schneiden und futtern. Das alles geht nicht! Mein einzige Möglichkeit überhaupt Obst zu essen ist, wenn ich es in Dosen kaufe oder eingefroren. Obwohl eingefroren auch nicht immer geht. Doch so kann ich auch mal meine Lust nach Erdbeeren oder Pfirsichen stillen. Zum Glück gibt es dabei keine sonderlichen großen Einschränkungen für mich. Ich kaufe es einfach nicht. Fertig. Im laufe der Zeit hat sich dann auch noch eine Nussallergie entwickelt. Zum Glück reagiere ich auch dort nicht mit Atemnot, sondern muss halt lediglich darauf aufpassen das ich sie nicht pur esse. Im Kuchen gebacken sind sie wieder kein Problem. Also auch keine sonderlichen Einschränkungen.

Mit der Laktose gestaltet sich das alles etwas schwieriger. Zwar ist es lange nicht so kompliziert wie ich am Anfang gedacht hatte, doch Einkaufen wird trotzdem teilweise eher zu einem Frust kauf. Angefangen hat das ganze mit plötzlicher Übelkeit. Daraufhin meinte ein befreundeter Arzt ich solle einfach mal probeweise Laktose zu verzichten. O.k habe ich gesagt. Mach ich! Also mich mit dem Thema auseinander gesetzt und erst einmal völlig geschockt gewesen! In wie vielen Lebensmitteln Laktose steckt. Daran hätte ich nie und nimmer gedacht. Klar als erstes denkt jeder an die Typischen Milchprodukte. Doch hättet ihr gedacht das selbst in Chips oder anderen Süßigkeiten, bis auf Schokolade, Laktose enthalten ist? In vielen fertig Gerichten ist es ebenfalls drin. Es war schon ein ziemlicher Schock. Und ihr könnt euch vorstellen wie der erste Einkauf aussah. Ich musste bei jedem Produkt, wo ich sonst einfach zugegriffen habe, mir die Zutatenliste durch lesen. Es ist anstrengend. Was ich noch anstrengender finde ist es mit einem Partner zu kochen, der dieses Problem nicht hat! Da wir gerne auch mal auf Maggi oder Knorr Tüten zurück greifen, weil keiner von uns die Zeit oder Lust auf kochen hat, gestaltet es sich jetzt schwierig etwas zu finden was wir beide mögen. Und dann müssen ja auch noch beide darauf Lust haben. Ich muss sagen wenn ich einfach nur zuhause bin, dann finde ich es gar nicht so schlimm mit der Laktose. Denn ich habe mich darauf eingestellt und kann damit inzwischen auch umgehen, auch wenn mein Verlobter bei manchen Lebensmitteln immer noch neidische Blicke erntet. Schlimmer ist es tatsächlich für mich essen zu gehen oder bei freunden und Familie eingeladen zu sein. Ich habe zwar Tabletten für den Notfall. Gerade für Restaurants ganz praktisch, doch die dürfen halt auch nicht zu oft genommen werden, da sie sonst ihre Wirkung auch nicht mehr tun können. Das schwierige bei Einladungen zu freunden und Familie ist meist eher das sie nur an klassische Milchprodukte denken. Inzwischen ist es so das wenn ich weiß ich fahre irgendwo für länger hin, das ich mir bestimmte Lebensmittel immer selber mit nehme. Doch mir ist es meist sehr unangenehm. Denn wer möchte schon auffallen indem er sagt ja ne du, eigentlich kann ich nichts von dem Essen was du mir gerade vorsetzt. Aber gut auch damit lebe ich inzwischen irgendwie.
Übrigens ist in vielen Medikamenten ebenfalls Laktose. Wusste ich vorher auch nicht. Das blödeste von allem ist eigentlich das ich nicht wie andere Laktoseintolerante auf Soja ausweichen kann. Denn dank Kreuzallergien reagiere ich auch darauf ziemlich stark mit den Oben genannten Symptomen von meinen Allergien.

Wie man sehen kann ist meine Ernährung leider nicht so ausgewogen wie ich es gerne hätte. Und sicher macht Einkaufen auch lange nicht mehr so einen Spaß wie früher, doch ich muss sagen ich bin froh trotzdem ein so breites Angebot an Laktosefreien Lebensmitteln vor finden zu können, so das für mich im Alltag keine sonderlich großen Einschränkungen zu kommen. Also ich würde sagen mein Leben ist trotz Allergien und Laktoseintoleranz doch sehr schön ;) Außerdem habe ich durch das ganze gelernt mich bewusster zu ernähren. Mehr auf das zu achten was ich überhaupt esse. Außerdem schätze ich diese kleinen Momente, zum Beispiel in Restaurants, wo ich dann mit Tabletten doch einmal nicht drauf achten muss. Es ist dann eigentlich schon fast wie purer Luxus! Zudem kommt das ich seit dem viel viel weniger Süßigkeiten esse (lach), was sich somit auch positiv auf meinen Körper ausgewirkt hat.


Wie geht ihr mit diesen Themen um? Habt ihr Allergien oder Unverträglichkeiten die euch einschränken oder kommt ihr damit ebenfalls ganz gut klar? Ich interessiere mich immer sehr dafür wie es anderen Menschen damit geht, also würde ich mich über einen Austausch in den Kommentaren freuen!

Bis bald!

0 Kommentare: